Ethikverband thematisiert den in der Wirtschaft um sich greifenden Faschismus

Aus einer Pressemeldung des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft:

Ökonomischer Faschismus greift um sich
Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten, als die darin lebenden/arbeitenden Menschen. Bisher haben wir uns in der Bundesrepublik erfolgreich gegen politischen Faschismus gewehrt, nun scheint ein ökonomischer Faschismus genau dort um sich zu greifen, wo Unternehmen den wirtschaftlichen Erfolg über jede redliche Form des sozialen Miteinanders stellen.
Der EVW verurteilt weder Gewinne, noch Gewinnstreben in der Wirtschaft. Der EVW kritisiert, unter welchen Umständen manche Unternehmen ihre Gewinne erwirtschaften.
Unternehmen haben Erfolg durch die Menschen, die sie beschäftigen. Diese Mitarbeiter für ihren Erfolg mit Freisetzung zu "belohnen" hat faschistoide Züge. Der EVW versteht, wenn ökonomischer Misserfolg zum Stellenabbau führt. Bei hervorragenden Gewinnen jedoch, die weit über den Erwartungen liegen, sowie Eigenkapitalrenditen, die den Branchendurchschnitt weit übersteigen, gleichzeitig Stellenabbau zu betreiben, ist in höchstem Maße unredlich und zeugt von einer Haltung, die ökonomischen Erfolg absolut setzt. Zu behaupten, dies geschähe zur Sicherung des Unternehmensbestandes, ist ebenfalls unredlich, wenn dieser Bestand de facto gar nicht gefährdet ist.

Dieses Beispiel zeigt, dass unsere Ansichten hinsichtlich des wuchernden Wirtschaftsfaschismus in Deutschland und Europa zutreffend sind. Erfreulich finden wir hingegen, dass das Thema nun auch in der Wirtschaft selbst diskutiert wird. Vielleicht geraten dabei ja auch die wirtschaftsfaschistischen Lobbyisten von Organisationen wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) oder der Konvent für Deutschland verstärkt in den Fokus der kritischen Öffentlichkeit. Zu wünschen wäre es, wenn mittelfristig das Schlimmste verhindert werden soll: das Abgleiten des deutschen Staats in eine faschistische Wirtschaftsdiktatur, die in "bester" China-Manier auf Menschen überhaupt keine Rücksicht mehr nimmt, Arbeitslager errichten und unnütze Esser, die sich nicht wirtschaftlich verwerten lassen, ermorden läßt.

Kommentare

Ganz richtig. Wo sich viele

Ganz richtig. Wo sich viele Stimmen noch gegen die Bezeichnung "Faschismus" wehren zeigt diese Meldung, dass selbst vernünftig denkende Wirtschaftsleute den Schuss gehört haben. Hoffen wir, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) endlich als das geoutet wird, was sie wirklich ist: eine staatsfeindliche Vereinigung.

tim | Di, 11/27/2007 - 10:25

Es wird auch Zeit

Der Sozialstaat ist im Grundgesetz fixiert und somit trifft die Bezeichnung als Staats- und Verfassungsfeinde zu. Gleiches dürfte auch für den Bürgerkonvent, den Konvent für Deutschland und sicher auch ganz besonders für Bertelsmann gelten. Wenn kranke / behinderte Arbeitslose verhungern, ist der Sozialstaat in seinen Grundfesten stark beschädigt. Wenn Kinderarmut sich ausbreitet, kann von Menschenwürde (Artikel 1 GG) keine Rede mehr sein. Sagen wir also diesen versnobten Verbrechern im feinen Zwirn den Krieg an. Denn diese haben schon lange der gesamten Bevölkerung den Krieg erklärt. Und sollte irgendwann mal jemand zurückschiessen, wird gejammert. Aber dafür bereitet der menschliche CDU-Trolley / Kofferträger Gollum SSchäuble ja schon den Polizei- und Überwachungsstaat vor. Es sind Prozesse, die sich gegenseitig verstärken, denn je mehr man das Volk ausraubt und verarmen läßt, desto häufiger kommt es zu Kriminalität und da insbesondere zu Eigentumsdelikten wie Diebstahl, Raub etc. Der Überwachungsstaat aus SSchäubles Wahnideen ist daher ein direktes Ergebnis des sozialen Raubbaus der vergangenen Jahre.

Gruß

Alex

perspektive2010 | Di, 11/27/2007 - 14:42